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Ein Tag zwischen den Weinbergen in den Abruzzen: grüne Arbeiten im Weinberg von Palazzo Centofanti

  • Autorenbild: Anastasia Centofanti
    Anastasia Centofanti
  • 31. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Ende Mai verändert sich das Leben im Weinberg.

In Giuliano Teatino, zwischen der Adria und dem Majella-Gebirge, wachsen die Reben schnell. Der Frühling ist vorbei, der Sommer steht vor der Tür – und die Arbeit wird intensiver.

Der Tag beginnt früh. Noch bevor die Sonne stark wird, ist man schon zwischen den Reben.

Um 5 Uhr morgens ist der Weinberg ruhig. Die Luft ist frisch, die Landschaft still, das Licht kommt langsam über die Hügel. Es ist der beste Moment zum Arbeiten.



Bis etwa 10 Uhr wird gearbeitet, dann wird es zu heiß. Danach eine einfache Pause: ein Stück Pizza aus dem Dorf oder ein Sandwich im Schatten.

Manchmal endet der Arbeitstag hier. Manchmal geht es am Nachmittag weiter, wenn die Hitze nachlässt.




Die grünen Arbeiten im Weinberg

In dieser Zeit geht es vor allem um die sogenannten “grünen Arbeiten”: Handarbeit an der wachsenden Rebe.


Das Ausbrechen (Spollonatura)

Dabei werden kleine Triebe entfernt, die am Stamm der Rebe wachsen. Sie tragen keine Trauben und nehmen der Pflanze nur Kraft.

Alles wird von Hand gemacht – Rebe für Rebe.


Grüner Rebschnitt (Laubarbeit)

Auch die Triebe im oberen Bereich der Pflanze werden gepflegt. Zu dichte oder doppelte Triebe werden entfernt, damit Licht und Luft besser zirkulieren können.

Es ist kein schneller Job. Es ist ruhige, präzise Arbeit.




Im Weinberg gibt es kein Eilen.

Jede Pflanze wird beobachtet, verstanden und dann gepflegt.

Am Ende des Tages bleibt das Gefühl, die Reben in einem wichtigen Moment begleitet zu haben. Die Hände sind müde und der Kopf ist voll von dieser besonderen Stille, die nur der Weinberg kennt.


Denn Wein entsteht genau hier: zwischen Reben, in Tagen, die alle ähnlich aussehen – und doch nie gleich sind.


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